André Grabs knackt fast 5 Jahre alten Seerekord von Jonas Krahn

Um etwas genauer zu sein, fehlten nur noch 3 Monate, damit der Rekord für das Streckentauchen ohne Flossen im See von Jonas 5 Jahre alt geworden wäre. Diesen stellte er damals mit Hilfe des Teams „Utopian Freedivers“ auf. Der Versuch verlief nicht ohne Probleme. Trotzdem erreichte Jonas noch eine Strecke von 109 m und überbot damit den damaligen Rekordhalter Nikolay Linder um 4 m.

Nun sind aber die besagten 5 Jahre fast vergangen. Jonas sieht man leider nicht mehr auf Wettkämpfen und deshalb ist es schön zu sehen, dass andere die Rekorde fortführen.

Auch für André verlief nicht alles reibungslos. Das Wetter war regnerisch und die Temperatur unter dem Wunschwert. Hier hat es sich ausgezahlt, dass André sich vorher im 2 Wochen langen Urlaub zumindest an kaltes Wasser gewöhnt hatte, indem er täglich in der Ardèche gegen die Strömung geschwommen ist (Temp. 16-18°C).

Wir haben ihn dieses Jahr übrigens auch schon in Innsbruck gesehen, wo er ebenfalls 130 m ohne Flossen tauchte:

https://www.youtube.com/watch?v=_pCFOHeI4CE

Eigener Aussage nach, konnte er im Training noch eine Strecke von 139 m erreichen. Somit ging die vorher festgelegte Strecke von 130 m schon sehr nah an sein Limit und es ist verständlich, dass er dadurch sehr viel Druck verspürte, weil der Versuch lange zuvor angekündigt wurde und auch Pressevertreter vor Ort waren, um alles zu Dokumentieren. Dies alles auszublenden war für ihn „die größte Hürde“, die es zu nehmen galt.

Auf diesen Versuch hat er sich natürlich durch intensives Training gut vorbereitet. 3 mal pro Woche trainierte er im Schwimmbad für jeweils 2 Stunden. Davon verbrachte er eine Stunde mit Schwimmtraining (Kraulen und Brust). In der zweiten Stunde wurde zu Beginn getaucht, z.B. 6×75 m oder 3×100 m und schließlich mit einer CO2 Tabelle abgeschlossen.

Nebenbei fährt André auch viel Fahrrad (besonders gern bergauf) und hält dabei gelegentlich die Luft an, um nochmals die CO2-Toleranz zu trainieren.

Beim eigentlichen Versuch im See wurde zur Orientierung eine hellgelbe geflochtene Angelschnur in ca. 1,60 m Tiefe gespannt, an der Streckenmarkierungen angebracht wurden. Als Startpunkt diente ein großer Steg. Unterstützt wurde er von Nikolay Linder, dessen Rekord von Jonas Krahn gebrochen wurde.

Dass die Strecke, im Gegensatz zum Pool, am Stück ohne Wenden getaucht wurde, störte André überhaupt nicht. Es half ihm sogar, weil ihn das Wenden eher stresst. Er meinte auch, dass da noch Luft nach oben war.

Das hören wir natürlich gern und freuen uns schon auf eventuelle weitere Rekorde von André. Bis es wieder so weit ist, können wir uns mit dem Bericht des SWR vertrösten:

 

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