Tyrolean Apneacup 2017 wieder mit hoher deutscher Beteiligung

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Letztes Wochenende fand nun der fünfte Tyrolean Apneacup in Innsbruck statt und dieses mal hat sich die Anzahl der deutschen Teilnehmer im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt. Von 33 Teilnehmern waren ganze 15 aus Deutschland angereist. Wenn das so weiter geht, dann wird der nächste Apneacup in Innsbruck fast komplett aus deutschen Teilnehmern bestehen. Vielleicht sollten die Österreicher für nächstes Jahr also strengere Grenzkontrollen in Betracht ziehen. Oder sie könnten es heimzahlen, indem sie zahlreich beim  4ten Burgebracher Kelch ende April antreten. Die Anfahrt lohnt sich allein schon wegen des Schäuferla bei der Siegerehrung.

Aber zurück nach Innsbruck: angetreten ist man in den Disziplinen Statik (STA) und Dynamik ohne Flossen (DNF). Von den 15 deutschen Teilnehmern waren 4 Neulinge, von denen 3 bewiesen, dass man nicht erst über 100 m schaffen muss, um sich auf einen Wettkampf zu trauen. Wir empfehlen bei Interesse möglichst früh mit Wettkämpfen anzufangen, um Erfahrungen zu sammeln, so dass man bei späteren Wettkämpfen für die höheren Zeiten und Strecken möglichst routiniert ist. Innsbruck ist dafür ideal geeignet, denn es gibt auch eine Newcomerwertung. Hat man keinen Coach für Statik, so sollte man nicht scheuen einen der erfahreneren Athleten anzusprechen.

Newcomer

Svenja (links) mit Anke Immelmann (rechts)

So tat es denn auch Svenja Hirschhausen. Sie trainiert mit Heinz Kirschner (Freedving Rosenheim). Ihre Startzeiten für Statik lagen aber recht nah beieinander, so dass Heinz sie hätte nicht coachen können. Also wurde prompt Willi Hoffmann zum Coachen rekrutiert, der normalerweise nach seiner Statik sowieso nur nutzlos auf der Bank rumliegt. Das klappte dann auch ganz gut und Svenja stellte mit 3:24 eine neue persönliche Bestleistung auf. Später ertauchte sie sich bei DNF mit einer guten Wasserlage aber einem noch recht hektischen Tauchstil 53 m. Besonders auf der 2ten Bahn wurde sie zum Schluss viel zu schnell. In so einem Fall sollte CO2-Toleranz trainiert werden, damit man für längere Strecken ruhig bleibt.

Thomas Plum

Bei den Newcomermännern warteten Martin Schulzki mit 2:55 und Sven Auer mit 4:25 auf. Wegen seiner scheinbar langen Wettkampfabstinenz musste Thomas Plum gleich 5:11 rauslassen. Was aber auch nicht wirklich verwundert, da dieser doch mit Dagmar Andres-Brümmer (deutsche Rekordhalterin DNF und DYN) zusammen bei den Stuttgart Manatees trainiert. So tauchte Thomas auch bei DNF gleich 128 m und stellte damit einen neuen Vereinsrekord auf, der zuvor von Dagmar mit 126 m gehalten wurde.

Alle Newcomer von links: Thomas, Martin, Max, Svenja, Sven

Martin Schulzki schwamm im Vergleich zu seiner Statikzeit eine doch recht weite Strecke unter Wasser und tauchte bei 84 m auf. Sven Auer schaffte mit seinem recht ruhigen Stil 66 m.

Was war sonst noch los?

Veronika Dittes

Von den bekannteren Namen ging für Österreich z.B. Veronika Dittes an den Start. Sie ist eine typische Statikerin mit hohen Zeiten im Luftanhalten, dafür aber mit vergleichsweise kurzen Strecken. Sie hielt zunächst für 7:00 die Luft an und tauchte später mit 95 m zwar fast eine Bahn weniger als Dagmar Andres-Brümmer (113 m), die hohe Statikzeit verhalf ihr aber trotzdem in der Gesamtwertung auf Platz 1, da Dagmar fast 2 Minuten weniger die Luft anhielt. Nach AIDA-Reglement ist 1 Minute von der Punktzahl äquivalent zu 24 m, was nur noch schwer einzuholen ist. Aber auch Österreicherinnen zeigten, dass sie gute Streckentaucherinnen sind. So tauchte Maria Kedwani-Künßberg 108 m. Stephanie Aichner erreichte zunächst die Marke von 103 m, bekam aber beim Auftauchen einen Black-Out und wurde mit einer roten Karte bestraft.

Froh sind wir auch darüber endlich mal Barbara Jeschke vor die Kamera bekommen zu haben (Video). Mit ihrem sehr ruhigen, fast schon hypnotisierenden Stil ertauchte sie sich beachtliche 89 m.

Andrej Ropret

Effizienter war nur noch Robert Woltmann (Freedive Munich) bei den Männern. Er startete zunächst mit recht verhaltenen 6:02 Statik und somit über 12 Punkten Rückstand zu den Statikern wie Peter Durdik (SVK), Willi Hoffmann und Andrej Ropret (SLO), die alle über 7 Minuten die Luft anhielten (Andrej sogar 7:42). Später fand er aber dennoch zurück zu seiner alten Form von 2015 und tauchte mit nur zwei Armzügen pro Bahn 174 m (wir empfehlen sehr sich das Unterwasservideo anzuschauen). In der Gesamtwertung reichte es dennoch nicht für Platz 1, da Anrej ebenfalls eine lange Strecke von 158 m schaffte und somit nach Punkten vorne blieb. Willi Hoffmann schwächelte wieder mit 125 m, kam aber wegen der hohen Statik dennoch auf Platz 3 in der Gesamtwertung. Peter Durdik tauchte 114 m und sicherte sich vor Jens Stoetzner Platz 4, der zwar 140 m schaffte, bei der Statik zuvor aber nach 5:39 auftauchte.

Wir beglückwünschen alle Athleten zu ihren Leistungen. Besonders in Innsbruck, wo die Bedingungen mit einer tropischen Hallenluft doch recht schwierig sind und hoffen alle bald beim nächsten Wettkampf zu sehen.

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