Anpassung der Wettkampfregeln

Bevor wir zu den Änderungen kommen, sei darauf hingewiesen, dass die englische Version der Regeln die allein gültige ist und von AIDA-International bezogen werden muss. Wir übernehmen keinerlei Haftung für die Richtigkeit jeglicher Übersetzung!

Nun zu den Regeländerungen. Die Relevanteste für alle ist wohl die Vereinfachung des schon vorhandenen Abschnitts 3.1.15, der das Anfassen und Angefasstwerden während der Versuchsausführung regelt:

3.1.15
Während der Versuchsdurchführung dürfen Athleten niemanden berühren, von niemandem berührt werden und es darf ihnen von niemandem geholfen werden. Mit folgenden Ausnahmen:
• unbeabsichtigte nicht-unterstützende und nicht helfende Berührungen
• Berührungen durch den Coach oder Rettungstaucher zum Repositionieren und für Sicherheitsabfragen während der Disziplin STA

Das Ende der Versuchsdurchführung ist übrigens in Abschnitt 3.1.18 geregelt. Sie wird vom Judge beendet, wenn dieser sein Urteil durch das Vergeben der weißen, gelben oder roten Karte verkündet. Vermeidet bitte Konflikte und macht dem Judge die Arbeit nicht zu schwer! Haltet euch als Coach oder Zuschauer zurück und fasst Athleten nicht an, bis sie ihre Karte bekommen haben!

In Abschnitt 3.1.16 wird nun das Nutzen eines Schwimmkörpers zur Unterstützung der Athleten beim Auftauchen explizit verboten:

3.1.16
Das Benutzen von Schwimmkörpern (Anm. d. Übers.: z.B. Schwimmnudel, Schwimmflügel, Schwimmbrett, Rettungsring etc.) ist in allen Disziplinen erlaubt, aber das Nutzen solcher Mittel, um Athleten nach dem Auftauchen zu unterstützen, resultiert in einer Disqualifikation. Die Jury darf einen Schwimmkörper verbieten, wenn es ihre Arbeit, die Sicherheit oder das Aufnehmen des Videos behindern könnte.

Und zu guter Letzt kommt der Unterparagraf 3.4.1.1.1 hinzu. Er ergänzt den Paragraphen 3.4.1.1 und erlaubt eine einfachere Anerkennung von Weltrekorden bei Weltmeisterschaften in Schwimmbaddisziplinen:

3.4.1.1
Jeglicher AIDA-Weltrekord im Wettkampf muss von mindestens zwei AIDA-Judges (Level E oder höher) gerichtet werden und mindestens einer dieser Judges muss ein Managing-Judge (Level B) oder höher sein. Mindestens ein Managing-Judge (Level B) oder höher muss eine andere Nationalität als der Athlet haben. In Tiefendisziplinen, im Falle einer angekündigten Leistung, die den momentanen Weltrekord übertrifft, müssen sich diese beiden Judges im Wasser befinden.
(siehe auch 2.3.6)
3.4.1.1.1 Ausnahme für AIDA-Schwimmbad-Weltmeisterschaften: jegliches Mitglied der gewählten Jury darf bei einer Weltrekordleistung richten. Es ist nicht notwendig, dass ein Judge mit Weltrekordstatus speziell auf der Bahn richtet, in der der Rekord aufgestellt wurde.

Laut Antero Joki, dem Technical Officer von AIDA-International, sind diese Änderungen schon in Kraft getreten.

Über die anderen, im AIDA-International-Artikel erwähnten Änderungen, muss noch von der Versammlung abgestimmt werden. Diese behandeln unter anderem die Aufteilung der Judges in solche für Schwimmbad- und solche für Tiefendisziplinen (wie schon zuvor berichtet).

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