Cool Down am Achensee mit 9 deutschen Athleten und 54 m CNF von Jens Stoetzner

An diesem heutigen Samstag fand ein Tiefenwettkampf am Achensee in Österreich statt. Er wurde von AIDA-Österreich organisiert. Angetreten sind 20 Athleten, darunter 9 aus Deutschland, 6 aus Österreich, 2 aus Belgien und jeweils einer aus Liechtenstein, der Schweiz und sogar Portugal.

Getaucht wurden die Disziplinen Tieftauchen ohne Flossen (CNF) und Tauchen am Seil (FIM).

Vorsichtige 40 m FIM von Elisabeth Hummel

Die deutsche See-Rekordhalterin in FIM, Elisabeth Hummel, tauchte bei den Damen mit 40 m am tiefsten und auch nur drei der 15 Männer schafften es an diesem Tag noch tiefer hinab in den Achensee. Dabei blieb Elisabeth aber immer noch 15 m oberhalb des von ihr im Jahr 2015 aufgestellten deutschen Seerekords. Dies war nicht verwunderlich, denn ihr letzter Tauchgang im Wettkampf ist schon fast ein Jahr her, damals noch bei der Team-Weltmeisterschaft in Kalamata, wo sie wegen sehr schwieriger Wetterbedingungen bei 46 m frühzeitig drehte und danach nur noch wenig Gelegenheit zum Trainieren fand. Außerdem tauchte sie 20 m CNF. Da ihre belgische Konkurrentin Linde Muyshondt sowohl in FIM als auch in CNF 33 m tauchte, kam Elisabeth mit den insgesamt 60 m auf Platz 2 und Linde auf Platz 1.

Stephanie Aichner, die man öfter auf Pool-Wettkämpfen sieht, wo sie immer wieder 100 m ohne Flossen taucht, hat sich für ihren ersten Tiefenwettkampf sehr vorsichtige 28 m in CNF und 30 m in FIM ausgesucht. Bei dem CNF-Tauchgang hat sie aber vergessen die Marke mitzunehmen. Diese hängt normalerweise unten am Ende des Seil an der Bottom-Plate und muss von den Athleten hochgeholt werden und der Jury übergeben werden, ansonsten wird ein Punkt abgezogen. Somit waren es insgesamt 57 Punkte für Stephanie und damit der dritte Platz.

Auf Platz 4 kam Sabine Buchberger mit 25 m CNF und 28 m FIM. Sabine war dieses Jahr auch beim Tyrolean-Cup in Innsbruck dabei, wo sie eine Strecke von 85 m ohne Flossen zurücklegte. Hier könnte man sich fragen, warum man bei so einer weiten Strecke nicht so tief kommt. Es hängt aber natürlich davon ab, wie oft Athleten es schaffen im See zu trainieren und wie gut sie den Druckausgleich beherrschen. Besonders bei unzureichender Adaption an die Tiefe riskiert man Verletzungen der Lunge und sollte sich deswegen sehr vorsichtig herantasten. So tat es dann auch Anita Preisler und kam mit 14 m CNF und 21 m FIM auf Platz 5.

54 m CNF für Jens Stoetzner im zweiten Versuch

Jens Stoetzner versuchte den deutschen Seerekord in CNF zu tauchen und hatte dafür 1 m tiefer als den Rekord von Jonas Krahn announced, den Jonas im Jahr 2009 aufgestellt hatte. Leider drehte Jens beim ersten Versuch vorzeitig bei 50 m, weil er Probleme mit dem Druckausgleich hatte. Danach tauchte er aber noch einmal statt FIM wieder CNF und schaffte die 54 m im zweiten Versuch. Ob dies jedoch auch als Nationalrekord gilt, müssen andere herausfinden, denn eigentlich hatte er im Wettkampf selbst für die Disziplin CNF nur 45 Punkte bekommen, da man für jede Disziplin nur einen Versuch hat.

Heinz Kirschner erreichte von allen deutschen Männern die höchste Platzierung. Er kam mit 30 m CNF und 40 m FIM auf Rang 3. Ihm folgten auf Platz 4, 5 und 6 Arnd Steckenborn (25 CNF/36 FIM), Sven Auer (20 CNF/37 FIM), Florian Grauer (24 CNF/30 FIM) und dann noch auf Platz 8 Hans-Jürgen Lenzen (23 CNF/27 FIM). Kai Kipfmüller drehte bei beiden Disziplinen vorzeitig und kam mit 31 m CNF und 26 m FIM auf Platz 11. Der Neuling Bernd Hoepfl kam mit 10 m CNF und 15 m FIM auf Platz 15.

Für alle deutschen Männer war es entweder der erste Tiefenwettkampf, wie z.B. für Hans-Jürgen und Florian oder es mangelt einfach noch an Tiefenerfahrung. Denn alle sind gut im Pool und tauchen mehr als 75 m ohne Flossen. Aber, wie vorher schon angesprochen, bekommt man die Tiefe nicht einfach so geschenkt und tiefe Seen sind leider nicht so gut erreichbar, wie das nächste Schwimmbad. Außerdem ist fehlendes Training nicht auszugleichen, wie man es z.B. bei fehlendem Schwimmbadtraining machen kann, indem man auf Apnoe-Walking oder Trockenstatik ausweicht, wie es z.B. Florian macht.

Deswegen schaffte es auch der in Tiefe erfahrenere Thomas Oberhuber mit 38 m CNF und 48 m FIM auf Platz 1.  Der Liechtensteiner Carmine Caputo tauchte einen neuen Nationalrekord in CNF mit 34 m und dann noch 43 m FIM, was ihm den 2ten Platz einbrachte.

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