Guter Start für unsere Damen bei der Tiefen-WM in Roatan mit einem neuen Nationalrekord für Jennifer Wendland

Vorläufige Ergebnisse Teil1
Vorläufige Ergebnisse Teil2

Der erste Wettkampftag der Tiefen-WM in Roatan ist zu Ende gegangen. Unsere Damen haben alles gegeben und haben alle 3 weiße Karten geholt. Getaucht wurde die Disziplin Free Immersion (FIM, Ziehen am Seil erlaubt, aber keine Flossen).

Das besondere bei dieser WM ist, dass eine Unterwasserdrohne eingesetzt wird, um Videos der Tauchgänge aufzunehmen. Das Video wird live im Internet ausgestrahlt.

Die Aufzeichnung des ersten Tags gibt es auf YouTube (Link klicken).

Grit Bünker-Wohlfarth mit soliden 62 m FIM

Video direkt zum Tauchgang

Von unseren Damen startete als erstes Grit Bünker-Wohlfarth. Sie hat sich innerhalb eines Jahres mit nur zwei Wettkämpfen auf Platz 3 der deutschen Rangliste im Tieftauchen katapultiert, weswegen wir besonders froh sind, dass sie für Deutschland auf der WM dabei ist.

Als Tiefe hatte sie sich einen Meter mehr als ihre persönliche Bestleistung ausgesucht. 62 m sollten es nun werden. Sie hangelte sich dabei mit vielen kleinen Zügen das Seil entlang, im Unterschied zu fast allen anderen Athletinnen, die eher kräftig am Seil zogen und danach die Gleitphase nutzten.

Oben angekommen, holte sie sich eine sichere weiße Karte und damit ihr erstes Weiß bei einer WM.

Neuer Nationalrekord für Jennifer Wendland mit 82 m FIM

Videolink direkt zum Tauchgang

Jennifer Wendland hat das ganze Jahr auf diese WM hin trainiert und sich auch mit der Konkurrenz beschäftigt. Sie berichtete uns, dass es ihr klar war, dass man für eine Top-Platzierung mehr als 80 m tief tauchen muss. Deswegen legte sie sich die Marke 4 Meter tiefer als ihren eignen deutschen Rekord. 82 m sollten es werden. Sie hat sich damit eine große Aufgabe vorgenommen und war deswegen etwas Nervös, was auch der Tatsache geschuldet war, dass es der erste Tauchgang der WM war.

Beim Tauchgang selbst lief für sie alles reibungslos. Die Probleme mit dem Druckausgleich, die sie beim Caribbean Cup gehabt hat, schienen verflogen und so konnte sie den freien Fall genießen.

Beim Aufstieg war sie mit ihren Gedanken bei ihrer Zwillingsschwester, die heute geheiratet hat. Dies sah man ihr an. Die Kommentatoren im Video, darunter auch der Weltspitzenathlet Alexey Molchanov, bemerkten, dass sie nicht so entspannt war wie die anderen Frauen.

Von ihren Schwierigkeiten nach dem Oberflächendurchbruch war sie selbst etwas überrascht. Im Video hat sie sichtlich Probleme das Seil mit der zweiten Hand zu greifen, konnte aber dennoch ein sauberes Protokoll abliefern und sich damit eine weiße Karte und den neuen deutschen Rekord in FIM mit 82 m Tiefe sichern.

67 m für Anna von Boetticher

Videolink direkt zum Tauchgang

Anna war dieses Jahr noch die amtierende deutsche Nationalrekordhalterin in allen drei Wettkampfdisziplinen. Für die WM hat sie sich anscheinend etwas weniger vorgenommen, denn wie die Kommentatoren im Video anmerkten, hatte sie bis vor kurzem noch gesundheitliche Probleme. Auch beim Caribbean Cup hatte sie bei ihren Tauchgängen noch Schwierigkeiten.

Nichtsdestotrotz können sich diese soliden 67 m, die sie mit Bravour gemeistert hat, sehen lassen.

Irritationen wegen Tauchgangs von Annabel Edwards

Präsidentin von AIDA-International Carla Hanson monierte beim Tauchgang von Annabel Edwards (USA) (Direktlink zum Tauchgang), dass sie kurz stehen blieb, um mehr Zeit für ihren Druckausgleich zu haben. Das Regelwerk (Abschnitt 4.6.3 ff.) verbietet aber nur das Wiederaufnehmen eines abgebrochenen Tauchgangs oder das Verweilen auf derselben Tiefe für mehr als 5 Sekunden und danach wieder abzusteigen.

Im Video sieht man, dass sie nicht umdreht, sondern nur für kurze Zeit auf derselben Tiefe verweilt und danach weiter absteigt. Hier müssen die Judges also bestimmen, ob es mehr als 5 Sekunden waren, die sie dafür gebraucht hat.

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