Rot-Weiß für die deutschen Athleten am zweiten WM-Tag in Roatan

Offizielle Ergebnisse des Vortags (FIM der Damen)

Die offiziellen Ergebnisse sind nun da. Jennifer Wendland ist danach in FIM 5te geworden. Eine tolle Leistung! Denn wie man sieht, bewegen sich die ersten 5 Plätze innerhalb eines Spielraums von nur 6 Metern.

Anna von Boetticher und Grit Bünker-Wohlfarth sind mit dem 13ten und 15ten Platz im Mittelfeld. Für die Top 10 fehlten bei Anna nur 3 Meter. Auch Grit kann bei ihrer ersten WM sehr zufrieden mit der Platzierung sein.

FIM der Herren

Nun ist auch der zweite Tag der Tiefen-WM in Roatan vorbei. Heute waren die Herren mit FIM an der Reihe und leider verlief nicht alles so reibungslos wie am Vortag. Während es bei den Damen gestern von 27 Tauchgängen nur 1 rote und 2 gelbe Karten gab, hagelte es bei den Herren regelrecht Rot und Gelb.

Bei den gelben Karten handelte es sich um abgebrochene Tauchgänge. Wenn der Druckausgleich nicht funktioniert, dann drehen die Athleten vorzeitig, um ihre Gesundheit zu schützen. So z.B. der neuseeländische Weltrekordhalter William Trubridge, der nur 2 Meter von der Bottom-Plate entfernt drehen musste.

Bei den roten Karten gab es einige Black-Outs nach dem Auftauchen und auch einen ernsten Zwischenfall, bei dem der Tunesier Walid Boudhiaf aus 30 m Tiefe gerettet werden musste. Er versuchte seinen eigenen Nationalrekord um einen Meter zu überbieten und zog sich zunächst, wie geplant, in 117 m Tiefe hinab. Beim Aufstieg sah zunächst alles gut aus, er zog sich mit einem sehr geschmeidigen Stil nach oben, kam dann aber in der Tiefe von 30 m zum stehen und bekam offensichtlich einen Black-Out. Die Sicherungstaucher zogen ihn daraufhin schleunigst nach oben. Später wurde vermeldet, dass es ihm wieder gut geht.

Alexey Molchanov bekam nach seinem 121 m Tauchgang ebenfalls Rot, aber wegen eines Fehlers, den er laut den Kommentatoren auch schon beim Caribbean Cup gemacht hat. Er war beim Oberflächenprotokoll mit dem Rücken zu den Judges gedreht. Zumindest das OK-Zeichen muss dem Regelwerk nach aber zum Judge gerichtet sein.

Leider auch Rot im deutschen Team

Direktlink zu Tims Tauchgang

Der Deutsche Timothy Oehmigen versuchte als erster Deutscher aus eigener Kraft 100 m tief zu tauchen, wobei dies 6 m tiefer ist als der deutsche Nationalrekord von Stefan Randig. Die beiden sind sehr gute Freunde und leben beide in Panglao auf den Philippinen, wo sie Freitauchen unterrichten.  Stefan überbot erst neulich Tims Nationalrekord im Tieftauchen ohne Flossen. Die beiden sind die besten Tieftaucher Deutschlands und wechseln sich in letzter Zeit gerne bei den Nationalrekorden ab.

Tims Tauchgang verlief zunächst sehr gut. Er holte sich seine Marke bei 100 m ab, kam hoch, dann verließ ihn jedoch die Kraft. Der Sauerstoff hat nicht ausgereicht und er kippte beim Oberflächenprotokoll zur Seite und kam mit den Atemwegen wieder unter die Wasseroberfläche, was nach dem Reglement eine rote Karte bedeutet.

Weiß für Jens Stoetzner

Direktlink zu Jens Tauchgang

Besser lief es bei Jens Stoetzner, der eine Woche zuvor während des Caribbean Cup noch einige Probleme mit dem Druckausgleich zu haben schien. Erst neulich vermeldete er aus dem Training aber, dass er einen Tauchgang in 83 m Tiefe erfolgreich absolviert hat.

Für heute setzte er sich die Marke etwas höher in eine Tiefe von 81 m. Jens ist ein sehr starker Pool-Athlet und taucht sehr weite Strecken. Somit stellt Sauerstoffmangel bei dieser Tiefe kein Problem für ihn dar. Klappt der Druckausgleich, dann kann man sich sehr sicher sein, dass er auch oben wieder alles richtig macht. Somit waren wir zuversichtlich, dass das Oberflächenprotokoll nur noch Formalität ist, was sich dann auch bestätigte und eine weitere weiße Karte für das deutsche Team bedeutete.

Jens ist in der Rangliste von AIDA-International bisher mit 65 m FIM verzeichnet. Damit erweiterte er seine persönliche Wettkampfbestleistung nun um ganze 16 m und steigt damit in Deutschland auf den 4ten Platz auf (Allzeitwertung).

Nun gibt es einen Tag Pause. Weiter geht es am Dienstag mit CWT der Damen.

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