[UPDATE 2017-08-31] Zwei Weiße und eine Gelbe Karte in CWT für unser Damenteam bei der Tiefen-WM in Roatan

[UPDATE 2017-08-31]
Das Endergebnis des Wettkampf CWT-Damen kann nun hier eingesehen werden (Link klicken!)

Anna erzielte mit ihrem konservativen Announcement die beste Platzierung des deutschen Frauenteams. Sie wurde zusammen mit der Britin Helena Bourdillon siebente.

Jennifer folgt ihr auf Platz 9 mit erreichten 77 m. Zur Erläuterung: hat man seine Tiefe nicht erreicht und es nicht geschafft die Marke, die sich unten befindet, hochzuholen, dann wird die durch den offiziellen Tiefenmesser bestimmte Tiefe zur Punktberechnung herangezogen. Die Differenz der angepeilten Tiefe wird von der tatsächlich erreichten Tiefe abgezogen und dann noch ein Punkt für die fehlende Marke subtrahiert. Jennifer wollte eine Tiefe von 84 m erreichen, somit fehlen 7 m und werden von den erreichten 77 m abgezogen. Dann noch ein Punkt Abzug wegen der Marke, womit man auf 69 Punkte kommt. Dies reichte dennoch für die Top 10.

Gritti bekam den 12 Platz und es fehlten nur noch 3 m bis in die Top 10. Sie nimmt noch nicht lange an Wettkämpfen teil und so kann man gespannt sein, wie sehr sie sich noch verbessert.
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Kurz aber noch zu den Herren: Es gibt bisher nur Resultate vor den Protesten:

Link klicken!

Demnach ist Jens mit 81 m Tiefe in die Top 10 auf Platz 9 gekommen. Eine starke Platzierung, wenn man bedenkt, dass die Plätze 6 bis 9 sich innerhalb von 6 m bewegen.

Da Alexey Molchanov für seine 121 m FIM eine rote Karte bekommen hat, weil er das Protokoll mit dem Rücken zu den Judges gemacht hat, ist der Weltrekordhalter William Trubridge mit getauchten 114 m zunächst erster.

Man sieht, dass der Leistungsdruck immer höher wird, was zur Folge hatte, dass viele Athleten, die sich an 100 m und mehr versuchten am Black-Out scheiterten. Dabei gab es aber nur einen Black-Out unter der Wasseroberfläche. Die anderen verließ die Kraft erst beim Protokoll.

Einige Ergebnisse in CWT der Damen

Alle Announcements (Link klicken!)

Das höchste Announcement gab es mit 100 m von Alenka Artnik, was sie auch mit einem sehr sauberen Oberflächenprotokoll schaffte. Die Weltrekordhalterin Alessia Zecchini (104 m) gab zusammen mit Kate Middleton am zweittiefsten an. Alessia schaffte Weiß, Kate Middleton musste leider bei ca. 92 m drehen, vielleicht auch weil sie schon spürte, dass die Luft nicht wieder bis nach oben reichen würde und bekam sodann auch einen Black-Out nach dem Auftauchen.

Die CNF-Weltrekordhalterin der Frauen, Sayuri Kinoshita aus Japan, zeigte, dass sie auch gut mit Flosse kann und bekam Weiß für 97 m.

Sofia Gomez schaffte den neuen kolumbianischen Nationalrekord mit 96 m Tiefe.

Tomoka Fukuda schaffte zunächst ihre 94 m, konnte aber leider nicht mehr die Atemwege nach dem Auftauchen über Wasser halten.

Weitere weiße Karte für Grittis Sammlung

Direktlink zu Grittis Tauchgang

Für das deutsche Team tauchte zuerst Grit Bünker-Wohlfarth. Auch dieses Mal führte Gritti ihren Tauchgang sauber durch. Sie gab als Tiefe 62 m an, die sie ohne Probleme erreichte und brachte ihre Marke mit einem starken Flossenschlag nach oben. Wer die Berichte über sie in den Medien verfolgt hat, konnte sehen, dass sie viel Technik trainiert. Mit Hilfe der Unterwasserdrohne konnte bestätigt werden, dass sich das Training ausgezahlt hat.

Jennifer Wendland mit Nationalrekordversuch

Direktlink zu Jennifers Tauchgang

Wie man oben gesehen hat, waren sehr viele starke Frauen am Start. Das wird wohl viel eher der Grund sein, warum Jennifer mit 84 m wieder ein sehr ambitioniertes Announcement gab und nicht einfach nur um des Nationalrekords Willen.

Leider hat das rechte Ohr dieses Mal den Druckausgleich verweigert und sie musste nach ca. 79 m drehen (für genaue Zahlen sollte man die offiziellen Ergebnisse abwarten). Dafür war das Oberflächenprotokoll sehr sauber. Das wird sicher Mut für das Tauchen ohne Flossen machen, wo Sauerstoff ein größerer Faktor ist.

Anna von Boetticher wieder mit sauberer weißer Karte

Direktlink zu Annas Tauchgang

Anna von Boetticher hat anscheinend wieder auf Sicherheit gesetzt und das funktionierte sehr gut. In der Rekorddisziplin No Limit, bei der man sich mit einem Schlitten in die Tiefe ziehen lässt, war Anna schon 110 m Tief gegangen, weswegen es eher unwahrscheinlich ist, dass sie Probleme mit dem Druckausgleich bekommen könnte. Auch war sie schon mit 164 m deutsche Nationalrekordhalterin im Streckentauchen mit Flossen. Sie erwähnte dieses Jahr zwar, dass sie gar keine Zeit für Training im Schwimmbad hatte, aber eine Grundkonstitution wird bestimmt erhalten bleiben. Somit überraschte die routinierte Wettkämpferin nicht mit einer weißen Karte für 71 m Tiefe.

Morgen sind Tim und Jens im Tieftauchen mit Flossen dran.

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