Jens Stoetzner wird siebenter in CWT bei der WM in Roatan

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Jens Stoetzner ist ein sehr starker Athlet, dessen größte Schwierigkeit eher beim Druckausgleich liegt. Die von ihm angepeilte Tiefe ist für einen Athleten wie ihn, von der Ausdauer her betrachtet, ohne weiteres zu erreichen. Nur wegen des Druckausgleichs muss man für den halben Weg der Gesamtstrecke mitfiebern. Wie gut, dass man auf dem Weg nach oben keinen Druckausgleich mehr machen muss.

Mittlerweile hat er den Bogen aber raus. Nachdem er schon ein paar Tage zuvor seinen FIM-Tauchgang in 81 m Tiefe erfolgreich absolvierte, legte er für CWT die Marke etwas tiefer bei 86 m und erreichte auch diese mühelos.

Um der Jury die Entscheidung noch einfacher zu machen, zog er sich nach dem Tauchgang etwas weiter am Seil hoch. Denn es herrschte stärkerer Wellengang, als die Tage zuvor. Kommen die Atemwege unter Wasser, dann müssen die Judges Rot geben. Der Athlet kann dann noch Protest einlegen und hoffen, dass der Wellengang berücksichtigt wird. Hat man aber, wie Jens, vorgesorgt, schont man seine Nerven für die nächsten Tauchgänge, denn eine Disziplin wird noch getaucht.

Morgen sind die Frauen mit Tieftauchen ohne Flossen dran und einen Tag später die Männer.

Timothy Oehmigen nutzt Wettkampftag für Probelauf

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Da Tim sich nicht ausreichend auf das Tieftauchen mit Flossen vorbereiten konnte, nutzte er den Wettkampftag für einen CNF-Probelauf unter Realbedingungen. Statt mit Flosse, trat er ohne Flosse an und erreichte so eine Tiefe von 54 m. Dies war 14 m weniger als die angepeilten 68 m.

Die Punktzahl errechnet sich nun wie folgt: Die 14 m Differenz werden von den 54 m abgezogen, dann fehlte die Marke, die von unten geholt werden und an die Jury übergeben werden muss (1 Punkt abzug). Außerdem ist es zwar erlaubt das Führungsseil zu berühren, das Greifen ist jedoch nicht erlaubt, außer es geschieht innerhalb der 2 m-Zone am Ende des Seils. Dies gibt nochmals 5 Punkte Strafe, was im Ergebnis von 34 Punkten resultiert (für genaueres, siehe Regelwerk). Dies ergab Platz 22 für Tim.

Wir sind gespannt auf Samstag, wo Tim und Jens dann zur tatsächlichen Weltmeisterschaft im Tieftauchen ohne Flossen antreten. Wir wünschen beiden viel Erfolg!

Zwei mal Gold

Den ersten Platz holten sich David Mullins aus Neuseeland und Alexey Molchanov aus Russland.

David Mullins ist ein ehemaliger Weltrekordhalter in den Streckentauchdisziplinen. Damit ist es nicht verwunderlich, dass er genug Luft für 126 m Tiefe hat.

Alexey Molchanov ist derzeit Weltrekordhalter im Tieftauchen mit Flossen (128 m). Damit blieb er nur 2 m unter seinem eigenen Weltrekord und 3 m unter seiner persönlichen Bestleistung von 129 m, die er bei der Vertical Blue dieses Jahr getaucht ist.

Wer sich nun wundert, warum dann nicht 129 m der offizielle Weltrekord ist, der sei auf das Regelwerk verwiesen, welches bestimmte Voraussetzungen für Weltrekorde verlangt, die hier eventuell nicht erfüllt wurden.

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