Prima Leistungen für AIDA-Deutschland, Bericht über die Pool-Competition in Riga

von Florian Grauer

Zurück aus dem wunderschönen Riga (Lettland), wo dieses Wochenende ein toll organisierter und alljährlich ausgetragener, internationaler Wettkampf in allen drei Pooldisziplinen stattfand. Aus insgesamt 15 verschiedenen Nationen gingen 50 Teilnehmer (31 Männer und 19 Frauen) an den Start, von denen einige (Bubenchykov, Potapenko, Karlsson und andere) zur Weltspitze zu zählen sind. Bei soviel Multikulti durften die Berliner natürlich nicht fehlen – und so reisten für den TCB Marius (Spanien, leider krank, dafür ein toller motivationaler und organisatorischer Beistand), Julian (England) sowie Maria und Florian an. Ebenfalls mit von der Partie waren Barbara Jeschke (Stuttgart) sowie der Deutsch-Spanier Fernando Iscar (Düsseldorf).

Das Team „Official Top“ vlnr.: Barbara Jeschke, Florian Grauer, Maria Unverricht

Neben den Einzelwertungen gab es auch eine Teamwertung, für eine solche hatten sich Barbara, Maria und Florian zum Team „Official Top“ zusammengeschlossen. Insgesamt gingen 13 Teams an den Start.

Am ersten Wettkampftag wurden die Disziplinen Statik und Dynamik ohne Flossen getaucht. Nennen wir die Bedingungen des für Statik vorgesehenen Kinderbeckens „herausfordernd“, da ziemlich klein, nur knietief und mit 31 Grad mindestens kuschelig-warm. Julian legte mit 05:05 eine für ihn solide Zeit vor, er hatte vor dem Hintergrund kaum vorhandener Trainingsbedingungen in den letzten Monaten sowie der Bedingungen vor Ort aber jeden Grund zufrieden zu sein. Florian war sichtlich erleichtert, mit diesmal sehr sauberen 06:16 wieder in die Statik-Spur gefunden zu haben, nachdem die letzten beiden Wettkämpfe in Statik schwächer ausgefallen waren. Maria tauchte nach 04:35 min auf, was für sie ebenfalls einen ordentlichen Start in den Wettkampf bedeutete. Fernando tauchte starke 06:00 min.

Für ein wenig Aufregung sorgte der Versuch von Barbara. Aufgrund von Verzögerungen bei den ihr vorangegangenen Athleten hatte sie nicht die vollen zwei Minuten Vorbereitungszeit, startete den Tauchgang aber trotzdem zunächst. Nach drei Minuten kam sie dann aber aufgrund der ungleichen Startbedingungen sichtlich entnervt wieder hoch, und machte ihrem Ärger Luft, ohne das Surfaceprotokoll einzuhalten. Sie musste aber gar nicht formal Protest einlegen – es konnte relativ unbürokratisch geregelt werden, dass sie als letzte erneut würde starten dürfen. Bei diesem zweiten mental sicher nicht weniger herausfordernden Versuch brachte sie es dann auf 04:34.

Teamwertung nach dem ersten Durchgang: Official Top lag auf dem 5. Platz.

Bei DNF tauchten Julian (81m), Florian (111m) und Fernando (129m) jeweils persönliche Bestleistung, Barbara tauchte 91, Maria 119m. Die guten DNF-Leistungen wurden in der Teamwertung mit Platz 4 honoriert, nach dem ersten Wettkampftag lag Official Top auch nach Addition der Ergebnisse noch auf einem starken 4. Platz.

Am zweiten Tag wurde dann in einem anderen Schwimmbad (50m-Becken) die Dynamik-Disziplin mit Flossen getaucht. Julian startete mit 75m. Er kann deutlich mehr, seine verhaltene Leistung ist aber verständlich, da er genau vor einem Jahr in Riga einen Blackout bei DYN hatte und dieses Mal unbedingt mit weißer Karte abschließen wollte. Florian tauchte als einer von sehr wenigen im Starterfeld mit Stereoflossen und schaffte mit 134m eine neue persönliche Bestleistung. Zum ersten Mal schaffte er es so in die Top 10 der Gesamtwertung bei einer nicht-deutschen Competition (9. Platz). Das gleiche Resultat erreichte auch Barbara – sie wurde 8. bei den Damen. Fernando tauchte trotz Erkältung mit 153m persönliche Bestleistung. Er durfte sich damit im Gesamtklassement der Männer über einen tollen 8. Platz freuen.

Für das kleine „Drama“ der Unternehmung sorgte dann der eigentlich blitzsaubere Tauchgang von Maria auf 149m. Völlig ungläubig mussten sie und ihr Coach in eine rote Karte starren und sich über die Feinheiten des AIDA-Regelwerks belehren lassen. Maria war aufgrund ihrer „moderaten Körperlänge“ und einer extrem rutschigen Stufe darauf angewiesen, vor dem Start festgehalten zu werden. Leider fand diese Berührung auch noch während des Countdowns und über das OT-Signal hinaus statt, so dass ein Protest hier aussichtslos gewesen wäre.

Traurig an der Sache: „Imaginiert“ man sich die 74,5 Punkte ins Gesamtklassement der Teamwertung, hätte es am Ende den Sprung aufs Treppchen für Official Top bedeutet. Hätte hätte Fahrradkette, zumindest dieser Fehler passiert sicher nicht erneut. Am Ende wurde es trotzdem noch der 7. Platz von 13 Teams. Der Ärger währte aber nicht lange, wir alle waren sehr zufrieden mit dem Erreichten. Es war erneut eine große Freude dabei gewesen zu sein.

Hier die Ergebnisse

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