Auch Tag 3 der WM in Belgrad war für die deutschen Athleten fehlerfrei

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Fotos: Maria Unverricht

Am 27ten Juni 2018 fand der dritte Tag der Apnoeweltmeisterschaft in den Pooldisziplinen in Belgrad statt. Diesmal traten 28 Athletinnen und 49 Athleten in der Disziplin Statik (Luftanhalten) gegeneinander an, um sich für das Finale zu qualifizieren. Die ersten 6 kommen jeweils ins A-Finale und die Plätze 7 bis 12 ins B-Finale. Im jeweiligen Final kann man sich dann nur noch innerhalb dieser Plätze verbessern oder verschlechtern.

Als wäre es nicht Aufgabe genug, die Aufregung auf einer WM zu überwinden, kam in Belgrad das 24°C kalte Wasser als Erschwernis hinzu. Dies ist super zum Schwimmen und zum Streckentauchen, jedoch fängt der Körper eines trainierten Luftanhalters, trotz dicken Neoprenanzugs, schon nach kurzer Zeit an zu frieren, wenn man zur Ruhe kommt. Denn der Körper lernt nach all dem Training Sauerstoff zu sparen und produziert sehr Wenig wärme, weswegen sich kaum jemand zur Vorbereitung ins Wasser traute.

Aus dem deutschen Team traute sich Hans-Jürgen Lenzen als erster ins Wasser kam aber schon nach 3:24 hoch und wirkte sichtlich unzufrieden, denn von ihm haben wir schon Zeiten nahe 6 Minuten gesehen, aber der Kopf wollte diesmal einfach nicht. Damit sicherte er sich trotzdem noch den 42ten Platz.

Besser lief es für Sven Abels, der auch an seine üblichen Zeiten herankommen konnte. Für 5:35 gab es Platz 28.

Noch weiter oben konnte sich Florian Grauer positionieren. Nach dem Black-Out bei der CMAS-WM vor nur wenigen Wochen hat er sich jetzt sogar noch sehr zurückgehalten, kam nach 6:42 mit Luftreserve hoch und sicherte sich den 19ten Platz. Gute Entscheidung, denn Platz 18 gab es erst ab 7:02, wo das Risiko für eine rote Karte viel höher wäre.

Willi Hoffmann, der vor seinem Start sonst immer recht lange im Wasser vor sich hindöst, traute sich ebenfalls erst kurz vorher rein. Beim Versuch wurden es leider nicht die erhofften 8 Minuten, sondern 7:39 und damit der 9te Platz, was zugleich die Qualifikation für das B-Finale bedeutete.

Am besten von allen lief es für die deutsche Nationalrekordhalterin der Statik, Heike Schwerdtner. Sie steigerte ihren eigenen Nationalrekord um 10 Sekunden auf 6:31 und sicherte sich so den 4ten Platz, was somit auch die Teilnahme im A-Finale bedeutete.

Länger als Heike hielten im kühlen Wasser nur noch Anna-Marie Christiansen (DNK / 6:41), Yuriko Ichihara (JPN / 6:48) und die österreichische Statikspezialistin, Veronika Dittes, aus. Veronika kam nach 7:08 auch sichtlich unangestrengt hoch, nachdem alle anderen Konkurrentinnen aufgetaucht waren. Bei Bestzeiten nahe der 9 Minuten war sie die klare Favoritin des Tages.

Drittbester des Tages bei den Männern war Mateusz Malina. Er tauchte unweit seines polnischen Nationalrekords auf und sicherte sich mit 8:31 die Teilnahme im A-Finale.

Der Kroate Goran Colak überbot Mateusz deutlich und tauchte als zweitbester nach 9:05 auf.

Vom Freedive Munich Athleten, Peter Durdik, sind wir durchaus lange Zeiten gewohnt. Erst vor wenigen Wochen verbesserte sich der Slowake bei der tschechischen Meisterschaft auf 8:31. Nun legte er Satte 1:11 drauf und sicherte sich mit seiner neuen persönlichen Bestleistung von 9:42 eine Favoritenrolle im A-Finale.

Goldmedaillengewinner der letzten beiden WMs, Spanier Aleix Segura Vendrell, brach seinen Tauchgang nach 5:44 ab und war vor Enttäuschung auch nicht bereit das Oberflächenprotokoll zu absolvieren, was für ihn die rote Karte bedeutete.

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