Neuer DYN-Weltrekord der Frauen und ein interessantes Finale der Männer

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Am 28.06.2018 fand das Finale der Männer und Frauen im Streckentauchen mit Flossen (DYN) statt.

Die übliche Erschöpfung nach 4 Tagen Leistung

Zunächst verlief alles recht glatt im B-Finale der Männer. Gleich zwei Polen, Karol Karcz und Krysztof Dabrowski, schafften sehr weite Strecken von 250 und 253 Metern. Die drittweiteste Strecke des B-Finals tauchte ebenfalls ein Pole. Michal Bochenek blieb mit 234 m etwas weiter von seiner Bestleistung von 250 m entfernt.

Die Plätze 7 bis 9 der Männer blieben sicherlich unter den eigenen Erwartungen, denn hier wurden unter 225 m getaucht, obwohl man allein für die Qualifikation des B-Finals weiter tauchen musste. Der Schwede Robin Gunnarsson tauchte gar nach 100 m auf.

Auch das B-Finale der Frauen verlief noch gut. Es gab nur eine gelbe Karte. Diese bekam die Schwedin Sofia Tapani, da sie mit 112 m weit unter den angesagten 163 m blieb. Zwei weitere Frauen tauchten ebenfalls im Verhältnis zu den Qualifikationsläufen noch recht kurze Strecken. Die Französin Sylvie Gilson 161 m und die Russin Veronika Kravtcova 167 m. Für die Qualifikation mussten die Frauen noch 195 m und mehr tauchen. Aber es war nun mal schwer gegen die Erschöpfung der letzten Tage anzutauchen.

Interessantes A-Finale der Männer

Wer oben gut aufgepasst hat, wird sich gewundert haben, warum denn die Letzten drei Plätze im B-Finale der Männer mit 7 bis 9 Nummeriert sind, wenn doch die Plätze 7 bis 12 der Qualifikation ins B-Finale kamen und sich die Athleten normalerweise nur innerhalb dieser verbessern oder verschlechtern können. Nun, dies lag an einem recht abenteuerlichen A-Finale der Männer.

Als erster im Lauf fiel der amtierende Weltrekordhalter Georgios Panagiotakis aus. Er hat sehr viel Luft gepackt und wurde nach 20 m bewusstlos. Warum so etwas passiert, kann hier nachgelesen werden.
Goran Colak, der auf der Nachbarbahn tauchte, wird das sicher nicht bemerkt haben, da man beim Tauchen immer nach unten schaut und er ohne Brille taucht (sonst kann man je nach Brille im Augenwinkel durchaus den Nachbarn sehen). Er sagte 270 an, tauchte aber schon nach 230 m auf. Wohl aus Enttäuschung tauchte er wieder absichtlich die Atemwege unter und kassierte eine rote Karte.
Vielleicht hätte er das nicht gemacht, hätte er gewusst, dass der Grieche Giannis Kothonidis bei 293 m eine rote Karte bekommt, da er nach dem Auftauchen nochmals mit den Atemwegen unter Wasser kam. Und dass außerdem Mateusz Malina mit angesagten 272 m schon nach 203 m hochkommt. Hätte Goran also einfach das Protokoll gemacht, dann wäre es Bronze geworden, hinter seinem Landsmann, dem Kroaten Petar Klovar, der 212 getaucht ist und dem neuen Weltmeister, Alexander Bubenchikov mit sehr starken 289 m. Nun bekam aber Mateusz Malina Bronze.

Die A-Finalistinnen retteten den Tag

Dann wurde der Tag aber doch noch von den Frauen des A-Finals gerettet. Die Kürzeste Strecke tauchte die Schwedin Nicole Edensbo mit stolzen 210 m. Auf den dritten Platz kam die Landsfrau von Goran, die Kroatin Mirela Kardasevic, die ebenfalls 230 m tauchte. Die Polinnen teilten Platz 1 und 2 unter sich auf. Julia Kozerska kam bis auf 4 m an den Weltrekord von Natalia Molchanova heran und tauchte bei 233 m auf. Ihre Landsfrau, Magdalena Solich-Talanda, tauchte 10 m weiter und stellte damit einen neuen Weltrekord im Streckentauchen mit Flossen auf. Dieser liegt nun bei 243 m, womit Magdalena das Gold mehr als verdient hat.

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