Jennifer Wendland erreicht neuen deutschen Nationalrekord im variablen Gewicht

In der Freitauchdisziplin Variables Gewicht (VWT) wird man, normalerweise von einem Schlitten, in die Tiefe gezogen und muss sich aus eigener Kraft wieder zur Oberfläche vorarbeiten. Zum Auftauchen kann man am Seil ziehen oder Flossen verwenden. Wie im Apnoesport üblich, darf beim Versuch nur die Luft mitgenommen werden, die in die Lunge passt. Da man aber nicht aus eigener Kraft nach unten tauchen muss, kann man sich mehr auf den Druckausgleich konzentrieren und kommt tiefer als mit Flossen oder durch das Ziehen am Seil.

Vor mehr als 8 Jahren, am 16. Juni 2010, tauchte Anna von Boetticher auf diese Weise in eine Tiefe von 100 m und hielt somit für sehr lange Zeit diesen Nationalrekord.

Jennifer Wendland gelang es gestern, am 6. August 2018, diesen Rekord um 5 m zu überbieten und auf nun 105 m Tiefe zu setzen.

Damit fehlt ihr nur noch die Disziplin Kein Limit (NLT), um alle Nationalrekorde im Meer zu vereinen. Letztes Jahr setzte sie dafür den Grundstein, indem sie die Rekorde im Tieftauchen ohne und mit Flossen (CNF/CWT) und im Ziehen am Seil (FIM) innerhalb weniger Wochen tauchte.

Den Nationalrekord in NLT hält seit 2012 Anna von Boetticher mit einer Tiefe von 110 m. Bei dieser Disziplin kommt noch die Freiheit hinzu, sich von einer beliebigen Vorrichtung (Gegengewicht, Ballon, etc.) zur Wasseroberfläche ziehen zu lassen.

Falls Jennifer auch diesen Rekord angreifen möchte, wünschen wir ihr viel Erfolg und einen sicheren Tauchgang!

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