Anna gewinnt 2x Bronze bei der Vertical Blue 2018

Alle Ergebnisse auf der VB-Webseite

Vom 16ten bis zum 26ten Juli tauchten Freitaucherinnen und Freitaucher aus aller Welt bei der Vertical Blue auf Long Island (Bahamas) ins Dean’s Blue Hole und nutzten dabei insgesamt 9 Tauchtage als Gelegenheit um persönliche, nationale und internationale Rekorde im Apnoetauchen zu verbessern.

Das besondere dieses Jahr war vor allem die Anwesenheit des Diveye, so dass man die Tauchgänge live vom Sofa aus verfolgen konnte. An einigen Tagen gab es besonders gute Sichtweiten, die einen Einblick in die Szenerie erlaubten und den Zuschauern besser vermittelten, dass auch tatsächlich tief getaucht wird und nicht bloß das Seil hochgezogen wird, während Athletinnen und Athleten im Wasser schweben.

Einige Videos können bei YouTube angesehen werden:
https://www.youtube.com/user/VBFreediving/videos
Oder auch auf der Facebookseite von VB:
https://www.facebook.com/pg/verticalblue/videos/

Auch Anna von Boetticher wieder dabei

Anna von Boetticher dämpfte auf Facebook zunächst die Erwartungen, da sie von Problemen mit ihren Nasennebenhöhlen berichtete. Nahm sich dennoch für den ersten Tag ganze 80 m im Tieftauchen mit Flossen vor, was sie aber bei 68 m abbrechen musste. Im Verlauf der neun Tage konnte sie sich dann aber doch noch jeweils den dritten Platz im Tieftauchen ohne Flossen (CNF) und Ziehen am Seil (FIM) erarbeiten. In der Gesamtwertung wurde sie 4te.

Hier nochmal Annas neun Tage im Überblick:

Tag 1 Versucht 80 m CWT, muss aber bei 68 m abbrechen
Tag 2 Versucht erneut 80 m CWT, bricht diesmal bei 66 m ab
Tag 3 Ruhetag
Tag 4 Erfolgreich mit 70 m CWT
Tag 5 Ruhetag
Tag 6 Erfolgreich mit 71 m FIM
Tag 7 Ruhetag
Tag 8 Versucht wiederum 80 m CWT, bricht diesmal etwas später bei 77 m ab
Tag 9 Erfolgreich mit 46 m CNF

Viel Weltrekordtausch bei den Frauen

Als wäre das letztjährige Duell zwischen Hanako Hirose (JPN) und Alessia Zecchini (ITA) nicht schon spannend genug gewesen, gesellte sich mit Sayuri Kinoshita eine weitere Japanerin zum Wettbewerb um die Weltrekorde dazu. Sayuri hielt seit 2016 den Weltrekord im Tieftauchen ohne Flossen (CNF), womit sich schon abzeichnete, dass die Rekorde dieses Jahr noch öfter wandern würden.

Bei der hochkarätigen Besetzung konnte der neue Weltrekord am Tag 5 von Alenka Artnik (SVN) im Tieftauchen mit Flossen (CWT) auch nicht lange bei 105 m bleiben. Dieser wurde seit letztem Jahr von Alessia Zecchini nach dem Duell mit Hanako gehalten. Diesen holte sich am Tag 8 dann Hanako, indem sie 106 m tauchte. Dann nutzte aber Alessia den letzten Tag, um diesen doch noch mit 107 m für sich zu beanspruchen.

Außerdem sicherte sich Alessia den Weltrekord im Tieftauchen ohne Flossen (CNF) mit 73 m, welcher ja zuvor von Sayuri gehalten wurde.

Dafür schnappte am letzten Tag Sayuri sich den Weltrekord im Ziehen am Seil (FIM). Dieser war schon fast zwei Jahre alt geworden, nachdem 2016 die Niederländerin Jeanine Grasmeijer diesen auf 92 m gesetzt hatte. Er wurde zunächst am Tag 4 von Alessia auf 93 m verbessert. Am Tag 7 setzte dann Sayuri diesen auf 94 m. Am Tag 8 verlängerte Alessia auf 96 m und am letzten Tag sicherte Sayuri sich diesen neuen Weltrekord mit 97 m.

Hanako ging damit also auch dieses Jahr wieder ohne Weltrekord aus dem Wettkampf.

Sayuri Alessia Hanako
Tag 1 Ruhetag Erfolg mit 103m CWT Erfolg mit 95m CWT
Tag 2 Nationalrekord 88m FIM Ruhetag Erfolg mit 100m CWT
Tag 3 Erfolg mit 100m CWT Sagt Start für 93m FIM ab Ruhetag
Tag 4 Ruhetag Welrekord 93m FIM Ruhetag
Tag 5 Nationalrekord 91m FIM Ruhetag 100m CWT, Rot wegen Ziehen am Seil
Tag 6 Erfolg mit 68m CNF Weltrekord 73m CNF Ruhetag
Tag 7 Weltrekord 94m FIM Ruhetag Ruhetag
Tag 8 Ruhetag Weltrekord 96m FIM Weltrekord 106m CWT
Tag 9 Weltrekord 97m FIM Weltrekord 107m CWT BO nach 107m CWT

Alexey Molchanov sorgt für Weltrekorde bei den Männern

Bei den Männern war es in Sachen Weltrekorde weniger spannend. Alexey Molchanov verlängerte am dritten Tag seinen eigenen Rekord im Tieftauchen mit Flossen (CWT) von 129 m auf 130 m (YouTube). Am 7ten Tag verlängerte er den FIM-Rekord von William Trubridge aus dem Jahr 2016 von 124 m auf 125 m.

Wie immer gab es auch eine Menge neuer Nationalrekorde. Es lohnt sich also die Ergebnisse genauer anzuschauen, um auf dem Laufenden zu bleiben!

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