4. Platz durch Maria Unverricht bei den Polnischen Meisterschaften 2018

Aufgrund der Weltmeisterschaften in Belgrad kam es in diesem Jahr zu einer Verschiebung der sonst im Frühsommer stattfindenden Polnischen Meisterschaften. Sie wurden jetzt im Rahmen des immer im Winter ausgetragenen Silesian Cup in Rybnik nachgeholt. Am vergangenen Freitag und Samstag wurden die drei Pooldisziplinen Dynamik, Dynamik No Fins und Statik im 25-Meter-Becken ausgetragen, wobei den Athleten frei gestellt war, ob sie am Freitag mit oder ohne Flossen in denWettkampf starten wollten. Die jeweils andere Disziplin kam dann nach der üblicherweise morgens/vormittags stattfindenden Statik am Samstag Nachmittag an die Reihe.

Die Polen zählen zur absoluten Weltspitze in den Pooldisziplinen, sowohl im Frauen- als auch Herrenbereich stellen sie Weltmeister und Weltmeisterin und sind in jeder Disziplin mit mehreren Athleten und Athletinnen in den Top10 vertreten. Dementsprechend hoch sollte das Niveau der Veranstaltung auch werden, obwohl die Bedingungen in dem kleinen Becken nicht nur für die Monoflossler recht herausfordernd waren: Das Becken in Rybnik ist nicht gefliest und bietet somit kaum visuelle Referenz für das Einschätzen der eigenenTauchgeschwindigkeit, zudem ist es an der einen Seite nur einen Meter, an der anderen 1,80m tief, was die Tarierung und technisch brauchbare Wenden gerade im flachen Teil nicht ganz einfach macht.Trotz allem Anspruch kommt beim Silesian Cup auch der Spaß nie zu kurz, und so gab es neben den diversen Einzeltiteln auch eine Teamwertung, für die man sich im Vorfeld zu bunt zusammengewürfelten Dreiergrüppchen zusammengetan hatte. Maria und ich waren der deutschsprachige Teil von „Super Maria and the Speedo Twins“ – in Anlehnung an ihre stets guten Leistungen, einen Klassiker von Nintendo und die unverkennbare Tatsache, dass unser Mitstreiter Krzysztof Tomicki und ich neben dem gleichen Anzug auch noch weitere äußerliche Ähnlichkeiten teilen.

Die Gesamtwertung desWettbewerbs bei den Herren gewann Weltmeister und Weltrekordhalter Mateusz Malina mit Fabelzeiten und -weiten von 09:05 min (Polnischer Nationalrekord), 250m mit der Monoflosse und 197m ohne Flossen vor Karol Karcz, der zum ersten Mal in einem Wettkampf die 8-Minuten-Marke knackte. Dritter wurde Krzysztof Dabrowski, der bedauerlicherweise nach dem Event seinen Rückzug aus dem Wettkampfsport erklärte.

Bei den Frauen dominierten Magdalena Solich-Talanda, Julia Kozerska und Agnieszka Kalska erwartungsgemäß das Geschehen – bleiben deren Tauchgänge weiß, sind Plätze auf dem Treppchen für alle anderen Athletinnen außer Reichweite. Um so schöner ist es, dass sich den ersten vakanten Platz Maria sichern konnte. Mit einem guten Wettkampf lieferte sie einen weiteren Beleg dafür, dass solide, aber dafür zählbare Ergebnisse für ein Gesamtranking wichtiger sind als der Tanz auf des Messers Schneide, der mal gut, mal weniger gut ausfallen kann. Sie startete am Freitag in ihrer Lieblingsdisziplin DNF in den Wettkampf, wo sie sich mit 119m nach zuletzt zurückhaltenderen Resultaten in Wiesbaden und Wuppertal wieder zurückmeldete. 04:40 Minuten in Statik bedeuteten am Samstag dann eine für sie sehr ordentliche Fortsetzung des Wettkampfes. Am Nachmittag konnte sie ihre aufsteigende Formkurve dann auch noch einmal mit sehr saubergetauchten 151m mit der Monoflosse bestätigen. Herzlichen Glückwunsch zu dem tollen Gesamtresultat.

Ich hatte an diesem Wochenende weniger Glück, konnte ich doch der eben umschriebenen Empfehlung für Wettkämpfe selbst nicht ganz folgen. Am Freitag ging es gleich einen Tick zu weit für mich in der Disziplin No Fins. Die 136m hätten für mich eine neue persönliche Bestleistung bedeutet, leider reichte die Kraft nicht mehr ganz für ein sauberes Absolvieren des Protokolls aus, so dass der Wettkampf für mich gleich mit einer Roten Karte begann. Auch Statik stand nicht unter einem guten Stern, sowohl das Essen des Vortages als auch ungewöhnlich hoher Stress plagten mich so sehr, dass ich mich kurzfristig gegen einen Start entschied. Drei Stunden später sah die Sache glücklicherweise wieder etwas besser aus, so dass ich mit meinen Bifins, einer Weite von 150m und diesmal sehr sauberem Protokoll doch noch etwas zur Teamwertung beitragen konnte. Da unser Freund Krzystof ebenfalls einmal Rot sah, wurde es am Ende der 8. Platz von 13 Teams. Über einen tollen 8. Platz im Gesamtranking (6:15 in der Statik, Bestleistung in DYN mit 155m und 87m in DNF) freute sich noch unser Freund Ralph Staudigl, der aus Österreich angereist war.

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