Ergebnisse der Tschechischen Poolmeisterschaften (Budweis 2019)

Die diesjährigen Tschechischen Poolmeisterschaften fanden im schönen Budweis statt. Der erstmalig unter der Federführung von Radek Dvorzak exzellent organisierte Wettkampf war mit über 70 angemeldeten Athleten ein ungewöhnlich großer. Trotzdem wurde man der Schar an Startern gut Herr – das Schwimmbad mit 50m-Becken, in dem der Wettkampf ausgetragen wurde, stand ganztägig ausschließlich den Wettkampfteilnehmern zur Verfügung, so dass genug Platz für alle vorhanden war. Unter den Angemeldeten waren einige Neulinge, aber auch Weltklasse-Taucher wie Mateusz Malina, Peter Durdik, Michal Bochenek oder Julia Kozerska gaben sich die Ehre. Aus Deutschland angereist waren als Teilnehmer Martin Dubiel, der in München trainierende Slowake Peter Durdik, Florian Grauer, der bereits in der Vorwoche bei den Swiss Championships erfolgreich aufgetretene Wettkampf-Rückkehrer Patrick Thuemmler, Maria Unverricht und Ute Weinrich, komplettiert wurde das Deutsche Team durch die Judges Monika Hopf, Ute und Michael Geßmann sowie Horst Säger.

Der mit Frau und Kind angereiste Martin Dubiel kann nicht nur AIDA-Kassenwart – er lieferte auch einen tollen Wettkampf ab. Nach für ihn soliden 04:08min in STA stellte er mit 101m mit Bifins eine neue persönliche Bestleistung auf. Damit wurde er im Gesamtklassement 15. bei den Herren. Einen vielversprechenden Einstand hatte auch Patrick Thuemmler in den Wettbewerb. Seine 06:27 min bedeuteten nach der ersten Disziplin den 5. Platz. Dementsprechend motiviert startete er auch in die zweite Disziplin. Mit der Monoflosse hatte er sich vorgenommen, das Ergebnis von 176m aus der Vorwoche wiederholen oder noch ausbauen zu können. Die zuvor aufgestellte Bestmarke übertraf er deutlich, schoss aber dann doch die entscheidenden Meter über das Ziel hinaus. Erst bei beeindruckenden 186m kam er nach oben, erhielt aber leider aufgrund eines Fehlers während des Oberflächenprotokolls eine rote Karte. Die Disqualifizierung brachte ihn leider um einen Podestplatz im Gesamtranking – zusammen mit dem guten Statikresultat hätte es für den dritten Platz gereicht, über den sich so Pavel Soukup mit 175m und 05:07 min freuen konnte. Mit nur einem zählbaren Resultat wurde es der 19. Platz für ihn. Für Peter Durdik lief es dieses Mal hervorragend. 167m und 08:22min bedeuteten für ihn am Ende den zweiten Platz hinter dem Mehrfachweltmeister Mateusz Malina, der mit 09:12min und 261m DYN sein Ausnahmetalent erneut unter Beweis stellen konnte. Ute Weinrich startete mit 04:17 min in den Tag. Leider konnte sie das gute Ergebnis in Statik mit den Bifins nicht reproduzieren. Für ihre Paradedisziplin hatte sie mit 105m ein anspruchsvolles Announcement abgegeben. Leider spielten Kopf und Körper nicht mit und der Tauchgang war nach 81m für sie beendet. Da sie ihre Vorgabeweite nicht erreicht hatte, musste sie einen empfindlichen Punkteabzug hinnehmen. Trotzdem reichte es für sie am Ende zu einem erfreulichen 13. Platz bei den Damen. Maria und ich traten unsere Tauchgänge nicht an. Maria hatte sich bei einer mehrtägigen Schiffsüberführung die Tage davor körperlich und mental so verausgabt, dass sie bereits auf der Hinreise recht sicher war, nicht tauchen zu können. Sie versuchte sich dennoch an einem Warm-Up, merkte aber bald, dass der erste Impuls, auf die Starts zu verzichten, wohl der richtige war. Auch bei mir fiel noch während des Warm-Ups für STA die Entscheidung, dass es körperlich und mental nicht passte. Leichte Kopfschmerzen und noch mehr Stress als sonst setzten mir ziemlich zu. Es ist schon eine Krux mit der eigenen Erwartungshaltung, die einen mal befeuern und mal gänzlich blockieren oder einschüchtern kann. Es bleibt zu hoffen, dass es für uns und andere in Polen wieder besser läuft. Bei den Frauen siegte die Polin Julia Kozerska mit 05:41min und 206m in Dynamik vor Vendula Strachotova (06:05min und 179m) und Hanna Yarachevich (04:57min, 136m).

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