Zwei deutsche Nationalrekorde in FIM und CWTB durch Stefan Randig

Ein wenig verspätet, aber umso herzlicher gratuliert AIDA-Deutschland dem Tieftauchspezialisten Stefan Randig, der bereits am 24. und 25. April 2019 im Rahmen der Freedive Panglao Staff Competition auf den Philippinen zwei weitere neue deutsche Rekorde aufgestellt hat. Zunächst verschob er am Mittwoch, dem 24. April die Bestmarke in der Disziplin Free Immersion in 03:44 min auf eine beeindruckende Tiefe von 95 Metern. Einen Tag später gelang es ihm dann noch, sich in der neuen Disziplin CWTB (Constant Weight Bifins) mit einer erreichten Tiefe von 80 Metern (Tauchzeit 03:10 min) als erster Rekordhalter einzutragen. Stefan war so freundlich, uns ein paar Fragen zu seiner Person, dem Freitauchen und seinen Rekordtauchgängen zu beantworten.

Stefan Randig (links im Bild) und andere Teilnehmer der Competition

Stefan, früher warst Du als Instruktor für das Gerätetauchen tätig. Wie kam es dazu, dass du deine Leidenschaft für das Freitauchen entdeckt hast und was bedeutet der Sport für dich persönlich?

S.R.: Ich habe früher Gerätetauchen in Dahab unterrichtet und habe dort oftmals die Gelegenheit gehabt, die Freitaucher in Dahab’s „Blue Hole“ zu bewundern. Nachdem ich meinen ersten Kurs absolviert hatte, wurde das geweckte Interesse schnell zur Leidenschaft. Was mich bis heute am Freitauchen reizt, sind neben dem eigentlichen Tauchen auch die positiven Auswirkungen auf Lebenstil, Gesundheit, Konzentration und generellem Wohlbefinden.

Als Mitbegründer einer Tauchschule auf den Philippinen bist Du sicher stark eingespannt in das Coaching und die Ausbildung anderer Freitaucher. Wie setzt du für dich die Balance zwischen der Arbeit mit Kunden und dem eigenen Training?

S.R.: Eine der größten Herausforderungen ist für mich mein eigenes Training, das Unterrichten und auch Familie im Gleichgewicht zu halten. Generell hat mein Training sehr hohe Priorität und mit einem starken Team von Instruktoren auf der Basis ist es mir inzwischen möglich, einem regelmäßigen Trainingsplan zu folgen.

Wie hast Du dich auf die beiden jüngsten Rekordtauchgänge vorbereitet und wie hast Du sie erlebt?

S.R.: Ich habe mich über die letzten 3 Monate nur auf den Free Immersion Tauchgang vorbereitet. Es ist mein erster tiefer Tauchgang der Saison, weshalb ich mit dem Ergebnis zu dieser Zeit sehr zufrieden bin. Den Bifins Tauchgang zu abslovieren war eine kurzfristige Entscheidung. Den großen Vorteil, den ich durch das fast tägliche Unterrichten habe, ist, dass ich mich nicht spezifisch auf die Bewegungsabläufe mit den Bifins vorbereiten muss. Die Tiefe von 80m war für mich die Marke von der ich wusste, dass ich sie mit ruhigem Gewissen ohne großartige Vorbereitung tauchen kann. Der Tauchgang war überraschend einfach und ich plane im Laufe der nächsten 2-3 Monate die neue Bifins Disziplin noch etwas auszureizen.

Neben deinen außergewöhnlichen Leistungen in der Tiefe bist du auch ein erfolgreicher Starter bei Pool-Competitions – gibt es schon Ziele und Pläne für deine Zukunft als Wettkampf-Athlet?

S.R.: Ich habe keine speziellen Ambitionen für die Pool Disziplinen. Statik und Dynamik nutze ich hauptsächlich als zusätzliches Training für das Tieftauchen. Ich tauche gerne auf Pool Wettkämpfen, da es das Treffen mit anderen erfahrenen Freitauchern ermöglicht, was für mich persönlich ein wichtiger Aspekt bezüglich Weiterbildung und Motivation ist.

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