Neue deutsche Rekorde für Jennifer Wendland und Bestleistungen beim AIDA Tieftauch-Triton Cup in Kalamata

Beitrag von Jens Stötzner

Vom 12.-17.10.2020 fand auf der griechischen Halbinsel Peloponnes in Kalamata der AIDA-Tieftauchwettkampf Triton Cup Trinity statt. Organisiert wurde die Veranstaltung durch den FCG „Freediving Club Greece“ der sich auch schon durch die Organisation mehrerer Weltmeisterschaften einen Namen gemacht hat.

Trotz Covid-19 Pandemie und deren Reisebeschränkungen schafften es immerhin 18 Athleten aus 7 verschiedenen Ländern nach Kalamata zu kommen, um neue Tiefen auszuloten. Das deutsche Trainingsteam war mit Jennifer Wendland, Arnd Steckenborn, Cornelius Friesendorf und Jens Stötzner vertreten. Weitere neue deutsche Aspiranten waren Anna-Karina Schmitt und Sören Schenk.

Triton Cup Kalamata 2020
Triton Cup Trinity Kalamata 2020 v.l.: Schmitt, Wendland, Friesendorf, Schenk, Steckenborn, Stoetzner

Insgesamt gab es fünf Tauchtage bei freier Einteilung und Disziplinwahl. Kalamata, für seine ruhige geschützte Bucht und seine leckeren Oliven bekannt, bat mit 23°C Oberflächenwasser und 17°C Grundtemperatur optimale Bedingungen, um neue Bestleistungen zu setzen. 

Jennifer Wendland konzentrierte sich auf die Disziplinen CWT (Constant Weight mit Fins) und FIM (Free Immersion) und konnte mit -90m in der Disziplin CWT eine neue deutsche Tiefenbestmarke aufstellen. In der Disziplin FIM brachte Jennifer aus -88m Tiefe das Kärtchen an die Oberfläche und stellte damit einen weiteren deutschen Rekord im Meer auf. Sie verbesserte damit ihre zuvor im August und September aufgestellten deutschen AIDA Rekorde noch einmal in FIM um 3m und in CWT um 2m. Diese beiden Leistungen reichten aus, um sie in der Einzelwertung als auch in der Damengesamtwertung auf das oberste Podest zu katapultieren.

Triton Cup Kalamata Jennifer Wendland
Jennifer Wendland

Bei den Männern teilten sich Cornelius Friesendorf und Jens Stötzner in der Disziplin CWT Bifin mit -70m den 3. Platz. Cornelius konnte damit seine alte Bestmarke um 5m verbessern. Cornelius startete weiterhin in FIM und ließ die Grundplatte von seiner im Wettkampf im Juli 2020 erreichten Leistung noch einmal 4m tiefer setzen. Mit weißer Karte und persönlicher Bestleistung erreichte er beachtliche -76m und belegte damit den 2. Platz. In der Gesamtwertung kam er zusammen mit der Disziplin CWT und einer Tiefe von -72m auf Platz 3.

Für Jens Stötzner der den deutschen See Rekord inne hält, war es seine erste Wertung mit Bifins im Meer. Mit der Monoflosse (CWT) ging es für ihn auf -81m hinab. Diese Tiefe reichte in der Männerwertung für Platz 2. In der Disziplin CNF (Constant Weight No Fin) ertauchte Jens Stötzner mit einer Tiefe von -61m den 1. Platz. Mit einem knappen Punktvorsprung erlangte er in der Gesamtwertung hinter dem griechischen Rekordmeister Christos Karelos den 2. Platz.

Triton Cup Kalamata 2020 Jens Stoetzner
Jens Stoetzner

Arnd Steckenborn erreichte in CWT mit persönlicher Bestleistung von -74m den 3. Platz. Er setzte damit seine alte Bestmarke in CWT um sagenhafte 14m tiefer. In der noch recht neuen Disziplin CWT Bifin ging es in diesem Wettkampf für Arnd auch erstmals in die Tiefe. Mit -66m in CWT Bifin reihte er sich dann in der Gesamtrangliste auf Platz 4 ein.

Triton Cup Kalamata Arnd Steckenborn
Arnd Steckenborn

Anna-Karina Schmitt hatte ihren ersten Wertungstauchgang im Meer und brillierte mit -59m in CWT Bifin.  Sein Debüt ins Wettkampfgeschehen hatte der deutsche Apnoe Aspirant Sören Schenk. Sören erreichte die Grundplatte bei -53m in der Disziplin FIM.

Für Deutschland wohl ein überaus erfolgreiches Ergebnis bei diesem Wettkampf!

Es zeigt, dass man trotz der starken Covid-19 bedingten Trainingseinschränkungen seit März 2020, dennoch durch Trainingsalternativen überaus beachtenswerte Leistungen erzielen kann. Bleibt zu hoffen, dass wir im nächsten Jahr wie gewohnt gesund und ohne Covid-19 Einschränkungen trainieren und uns auf Weltmeisterschaften und anderen Wettkämpfen messen können.