AIDA International Freediving Competition in Roatan, Honduras

Link zum Wettkampf

Wie turbulente Zeiten unverhofft Türen öffnen

Ein Bericht von Kathleen Greubel, ein neues Mitglied unserer Gemeinschaft.

Von 16. bis 21.05.2021 veranstaltete Roatan Freediving School and Training Center auf der Insel Roatan vor der Küste Honduras eine Competition im Tieftauchen. Insgesamt traten 12 Athleten aus 10 verschiedenen Länder an drei Tagen in den Disziplinen CWT, CWTB, FIM und CNF an.

Die Entscheidung, diese Competition in dieser Form zu diesem Zeitpunkt auszurichten fiel sehr kurzfristig, nachdem der ursprünglich für Mai geplante Caribbean Cup aufgrund verschärfter Einreisebestimmungen für Reisende aus Lateinamerika auf August (genaues Datum steht noch nicht fest) diesen Jahres verschoben wurde, einige Athleten jedoch schon vor Ort und bereit für den Wettkampf waren.

Auch mein eigener Plan war, als ich im Januar auf der Nachbarinsel Utila, meiner Freediving Kinderstube, ankam ein anderer. Nachdem jedoch in Mallorca, wo ich lebe, die Tauchschulen nicht wie geplant im April öffnen konnten, entschied ich mich zunächst für den damals für Mai geplanten Caribbean Cup Mitglied des Safety Teams zu sein, wie ich es schon vor zwei Jahren für Caribbean Cup und CMAS Weltmeisterschaft war. Auch dieser Plan änderte sich sodass ich, ganz unverhofft, die Möglichkeit hatte bei dieser kleineren Competition im Kreise von Trainingspartnern, die über die Wochen zu guten Freunden wurden, als Athletin teilzunehmen.

Im Training lag mein Schwerpunkt zunächst auf meiner Lieblingsdisziplin, Free Immersion. Ich konnte gute Fortschritte machen und begann, auf der Suche nach etwas Abwechslung im Training, auch No Fins zu trainieren und fand schnell Gefallen daran. Schon seit Februar waren einige international sehr erfolgreiche Freediver zum Training (teilweise für Vertical Blue im Juli) hier auf Roatan und ich konnte im und außerhalb des Wassers sehr viel von ihnen, sowohl als Trainingspartner, Mentoren und vor Allem als Freunde, lernen.

Foto: Gert Leroy

Die Disziplin CWTB vermied ich bis vor kurzem, hauptsächlich aus Ermangelung an Ausrüstung. Sheena McNally, eine Freundin und Rekordtaucherin aus Kanada, überließ mir kurz vor der Competition ihre alten Karbon BiFins, sodass ich, ohne viel Training, kurzerhand auch in dieser Disziplin antrat. Danke, Sheena!

Foto: Gert Leroy

Am ersten Tag entschied ich mich für einen Tauchgang von 48m in der Disziplin CNF, an Tag zwei 68m FIM und an Tag drei 60m CWTB, was auch eine persönliche Bestleitung war. Der letzte Wettkampftag musste leider wegen schlechtem Wetter abgesagt werden. Alle Tauchgänge genoss ich sehr und wurden mit einer weißen Karte validiert. In der Gesamtwertung konnte ich damit den zweiten Platz belegen, ebenso wie in der Disziplin FIM. In der Disziplin CNF belegte ich den ersten Platz.

Fotos: Maxi Acid

Die letzten Wochen waren für mich ein sehr besonderes Erlebnis, das ich wohl nie vergessen werde und für das ich sehr dankbar bin. Was mir am meisten in Erinnerung bleiben wird sind jedoch nicht die Zahlen und Medaillen sondern die Begegnungen und Freundschaften, die gegenseitige Unterstützung innerhalb der internationalen Freediving Community und die Energie, die sie auf der Plattform und an Land schafft, die unmöglich geglaubtes möglich machen kann.