Sven Abels

Wie bist du zum Freitauchen gekommen?

Im Jahr 2011 trat ich dem VDST bei und hatte im Rahmen meiner Gerätetauchausbildung beim Streckentauchen meine ersten Apnoe Erfahrungen gemacht. Nachdem ich merkte, dass es mir immer leichter fiel größere Distanzen zurückzulegen, habe ich mich 2012 für den ersten Apnoe Workshop bei Maike Münster angemeldet. Hoch motiviert vom Apnoesport wurde ich dann auch 2013 Apnoe Tauchlehrer.

Wie bist du zum Wettkampf gekommen?

Ich bin schon seit meiner frühesten Jugend ein Wettkampf Typ, was dazu führt das ich immer versuche das Maximale aus mir herauszuholen. 2015 belegte ich dann den AIDA **** Kurs bei Doris Hovermann. Mein erster Wettkampf folgte dann bei der Langen Nacht der Apnoe (LNA) in Berlin. Nach stetigem Training konnte ich dann bei der LNA im Jahr 2017 meine bisher beste Leistung, mit einem 2. Platz in der Gesamtwertung, verbuchen.

Was ist deine Motivation?

Für mich ist der Kampf mit sich selbst die größte Motivation. Sei es beim Zeittauchen den kleinen Teufel auf der Schulter zu kontern, der mich immer wieder fragt: „Was machst du hier eigentlich?“ Oder beim Streckentauchen das Gefühl der schweren Beine, was nach einer gewissen Strecke immer wieder durch die hohe Laktatbildung einsetzt. Beim Tieftauchen ist es eher das Gefühl der völligen Stille und des zunehmenden Drucks auf den Körper. All das führt mich zu mir selbst und einem Gefühl der inneren Ruhe.

Welche Disziplin bevorzugst du?

Am Anfang war es mal Statik, bis ich feststellte, dass man beim Streckentauchen genauso gut seinen „Schweinehund“ bekämpfen muss und auch enorme Leistungssteigerungen erzielen kann, wenn man an der Technik arbeitet und vor allem die richtige Flosse zum Einsatz bringt. Bei einem Workshop mit Uli Wulf habe ich Free Immersion ( FIM) für mich als bevorzugte Tieftauchdisziplin entdeckt.

Hast du Vorbilder oder Idole?

Man kann in unserem Sport sehr viele TOP-Athleten als Vorbilder nennen. Aber ich lerne gerne von allen Athleten, die diesen Sport betreiben und ziehe das für mich Wichtige heraus. Was ich aber bewundere ist die Disziplin, die viele Top Athleten aufbringen, um ihre Leistungen zu steigern. Das motiviert mich dann auch, um intensiver und besser zu trainieren.

Wie sieht dein Trainingsablauf aus?

Arbeitsbedingt ist es mir nicht möglich regelmäßig an den offiziellen Schwimmbad-Trainings teilzunehmen. Ich trainiere daher auch viel im Trockenen z.B. Apnoe Walk oder Apnoe Treppensteigen. Des Weiteren gehören regelmäßige Kundalini-Yoga-, Fitnessstudio-, Lauf- und Schwimmeinheiten zum Trainingsprogramm.