Florian Grauer

Name: Florian Grauer

Meine Leidenschaft für das Meer und das Wasser im Allgemeinen wurde durch das Gerätetauchen geweckt,
welches ich seit dem 13. Lebensjahr als Hobby

betreibe. Die anfängliche große und kaum stillbare Begeisterung wich mit den Jahren aber allmählich der Routine und zuletzt einer gewissen Ernüchterung. Das „Eintauchen“ in eine andere Welt war mir nicht mehr authentisch genug, zu einfach und gleichzeitig zu sehr behindert durch die vielen Gerätschaften. Mit dem Älterwerden vermisste ich auch mehr und mehr den Aspekt einer körperlichen und mentalen Herausforderung.

 

Im Sommer 2015 fand ich im Freitauchen dann das, was mir am Scubatauchen so gefehlt hatte. Anfänglich interessierte mich nach den ersten Kursen auf Ibiza nur das Tauchen im Meer. Meine Suche, wie ich den Sport in der Heimat wohl weiter betreiben könnte, führte mich dann zum Tauchclub Berlin – dort merkte ich bald, wie reizvoll das Tauchen im See, aber auch das Strecken- und Zeittauchen im Pool sein kann. Im November 2016 startete ich zum ersten Mal auf einem Wettkampf, seitdem geht es kaum noch ohne. Es ist schön, wie verbindend auch dieser zunächst sehr individuell anmutende Sport sein kann und wie interessant die meisten der Menschen, die ihn ausüben und die die gleiche Passion teilen.

 

Mit großer Befriedigung konnte ich darüber hinaus feststellen, wie harmonisch sich das Freitauchen und meine berufliche Tätigkeit gegenseitig befruchten. Als Psychotherapeut für Kinder und Jugendliche habe ich es immer wieder mit Herausforderungen zu tun, die in ähnlicher Weise auch für das Freitauchen bestehen. Das Entspannen-können in widrigen Situationen und Umgang mit Stress, die Konzentration auf das Wesentliche und das Ausblenden-können des Gegenteils, das Überwinden eigener Ängste und Grenzen durch Selbstvertrauen und die Kenntnis körperlicher und kognitiver Vorgänge sind nur einige Aspekte, die ich als Taucher lernen und abrufen sowie als Therapeut verinnerlichen und vermitteln können muss.