Arnd Steckenborn

Arnd Steckenborn

Arnd Steckenborn

Wie kamst Du zum Freitauchen

Das Meer empfand ich schon immer als etwas Besonderes. Sicherlich auch, weil man es in Deutschland gedanklich mit Urlaub in Verbindung bringt. Während ich früher beim Schwimmen, Angeln oder Windsurfen vorrangig über Wasser aktiv war, fand ich mit Erwerb des ersten Tauchscheins vor ca. 20 Jahren die Unterwasserwelt zusehends interessant. Vor wenigen Jahren führte mich dieser Weg über einen Freitauchkurs bei Christian Redl und eine Apnoe-Safari im roten Meer auch in die Welt des Speerfischens sowie des Tieftauchens. Beides übt auf mich nach wie vor eine besondere Faszination aus.

Was Dir besonders am Freitauchen gefällt und Deine Lieblingsdisziplinen

Die Kombination aus körperlicher und geistiger Herausforderung im Wasser macht diese Sportart außergewöhnlich. Vor allem das Tieftauchen ist immer ein Erlebnis und die ruhigen Momente des freien Fallens sind einzigartig. Im Meer werden die sportlichen Erfahrungen durch die Natur bereichert.

Wer ist Dein sportliches Idol?

Es gibt viele bemerkenswerte Sportler, denen es sich nachzueifern lohnt. Am meisten gelernt habe ich persönlich von Cornelius Friesendorf aus unserem Nationalkader und von Wendy Timmermans, der holländischen Rekordhalterin im Tieftauchen.

An welchen Orten hast Du bisher trainiert?

Dahab (Ägypten), Zypern und die Azoren sind natürlich als interessante Trainings- und Urlaubsorte zu nennen. Aber auch das regelmäßige Pooltraining in Hochheim bei Frankfurt am Main hat für mich seine Reize.

Was waren Deine größten sportlichen Erfolge

Das erste Durchbrechen der 50-Meter-Marke im Tieftauchen war für mich ein besonderer Moment. Sicherlich ist auch der 3. Platz im Streckentauchen mit Flossen bei der Deutschen Meisterschaft in Berlin 2016 erwähnenswert. Aber ich denke, häufig bringen einen die weniger nach außen gerichteten Erfolge im Sport weiter. Beispielsweise ein gelungener Druckausgleich in einer neuen Tiefe oder ein besonders kontrollierter Aufstieg können Motivation und Vertrauen für neue Ziele geben, auch wenn das außen niemand bemerkt.

Wie trainierst Du?

In Deutschland versuche ich so viel wie möglich im See zu tauchen, wenn das Wetter es zulässt. Ansonsten ist regelmäßiges Pool-Training das Mittel der Wahl. Das Wassertraining ergänze ich durch gezieltes Kraftausdauertraining und Entspannungstechniken. Letztere erweisen sich auch im beruflichen Alltag nützlich.